der miteinander
das auto neu erdacht
kolumne
Jeder weiß, dass der Fahrer eines Autos vorne links oder vorne rechts sitzt - immer in Abhängigkeit zu den üblichen Verkehrsregeln des jeweiligen Landes. Beim „Miteinander“ ist dies anders. Er bietet zwar wie gewohnt Platz für vier Personen, mischt aber die Positionen neu. Diese Besonderheit ist schon durch die ungewöhnlichen Proportionen und plastischen Ausarbeitungen der Karosserie von außen ablesbar.

Bei gerade einmal 3,52 Meter Länge ist er beachtliche 2,10 Meter hoch gebaut. Und das bei einer Fahrzeugbreite von gerade mal 1,84 Meter beziehungsweise 1,60 Meter. Zum Einen wird die Verkehrsfläche so optimal ausgenutzt und ein ähnlich bequemes, aufrechtes Ein- und Aussteigen, wie bei Bus und Bahn ermöglicht. Zum Anderen entsteht ausreichend Freiraum im Inneren, damit der Fahrer das Fahrzeug, ähnlich wie ein Skifahrer, aktiv aus einer aufrechten, fast stehenden Haltung steuern kann. Einseitige Belastungen, wie sie beim sitzenden Fahrer(/Fahrerin) auftreten, und die daraus entstehenden Verspannungen werden effektiv verhindert.

Platziert in der ersten Reihe sitzen die Passagiere wie auf einer Parkbank und können die freie Aussicht während der Fahrt genießen. Die Insassen müssen dem Fahrer nicht über die Schulter schauen. Dafür hat aber der Fahrer das Wohlbefinden seiner Gäste im Blick und kann sie behutsam durch den Verkehr lenken.

Eine weitere Besonderheit des „Miteinander“ ist die konsequente Aufteilung in Funktionsgruppen nach dem Baukastenprinzip. So zum Beispiel die Kofferbox. Da man sie die meiste Zeit nicht benötigt, kann man sie vom Fahrzeug abnehmen. Muss hingegen mal wieder etwas mehr transportiert werden, findet die Kofferbox auf einer kleinen Ladefläche am Heck des Fahrzeuges Platz. Sie nimmt alles auf, was zum Beispiel beim Familien-Wochenendausflug ins Grüne oder für die Fahrt in den Urlaub nicht fehlen darf. Steht irgendwann einmal der Transport von sperrigem Gut an, kann anstelle der Box auch die Kommode, der Kühlschrank, dieWaschmaschine oder anderes Unhandliches problemlos verladen werden.

Das Zusammenspiel zweier anderer Funktionsgruppen sorgt für den Vortrieb: Der Antrieb und der Energiespeicher. Angetrieben wird der „Miteinander“ mittels eines Elektromotors an der Hinterachse. Die Energie wird in Akkus, die im Unterboden des „Miteinanders“ verbaut sind, gespeichert. Diese ermöglichen eine Reichweite zwischen 150 und 200 km. Wenn das mal nicht ausreicht, kann der Mobilitätsradius mit Hilfe eines Range Extenders auf beachtliche 700 bis 800 km gesteigert werden. Erst danach müssen die Akkus bzw. der Range Extender an einer Ladestation wieder aufgeladen werden. Angebracht wird der Range Extender an der Front, zwischen den Radhäusern. Zu unterscheiden sind dabei zwei Varianten von Range Extendern: Zum Einen einer, der lediglich zusätzliche Akkus beherbergt und so größere alltägliche Pendelstrecken rein elektrisch ermöglicht. Zum Anderen einer, der als mobiler Generator für konstanten Stromnachschub sorgt. Vorstellbar hierfür ist ein auf die konstante Stromerzeugung optimierter Verbrennungsmotor oder eine mobile Brennstoffzelle. Wer mit der Standardreichweite (150-200 km) der im Unterboden eingebauten Akkus auskommt, kann natürlich auf die Verwendung des Range Extenders verzichten und diesen nur dann mieten und montieren, wenn er auf große Fahrt geht.

Über das modulare System wird außerdem ein gezielter Leichtbau für höchste Effizienz ermöglicht. Die Trennung nach Funktionsgruppen garantiert eine hohe Nachhaltigkeit des Gesamtsystems, da sich überholte oder defekte Systemelemente problemlos austauschen lassen.

Bei soviel Flexibilität wird deutlich, dass der Gebrauch und der Nutzen für den Fahrzeughalter und -fahrer im Mittelpunkt stehen. Der „Miteinander“ soll Beifahrerkomfort und Fahrerdynamik erhöhen und so zu einer beweglichen Fahralternative der Zukunft werden.